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Informium

An der Universität Bielefeld gibt es zahlreiche Bereiche, die hervorragendes Forschungsdaten-Management betreiben.

Im Rahmen des vom Rektorat geförderten Pilotprojekts INFORMIUM (2009-2015) hat die Universität Bielefeld umfassende technische und organisatorische Maßnahmen für die Förderung des Zugangs zu Forschungsdaten sowie deren Nachnutzung und Bewahrung umgesetzt.

Weltweit steht die Entwicklung von Services aufgrund der anspruchsvollen Anforderungen und sehr unterschiedlichen Methoden in einzelnen Fachgebieten erst am Anfang (s.a. Kontext). INFORMIUM hat in seiner ersten Phase (bis 2013) Services für Beratung und Veröffentlichung entwickelt und hochschulweit freigegeben. Weitere disziplinspezifische Ansätze des Forschungsdatenmanagements wurden mit Pilotpartnern aus den wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Bielefeld erprobt und umgesetzt.

Für die Etablierung der hochschulweiten Dienste erfolgte die Abstimmung mit einzelnen Forschungsbereichen, etwa dem CITEC, dem IKG und dem CeBiTec im Rahmen der "Fokusgruppe Forschungsdaten". Diese Gruppe steht offen für alle interessierten Forschungsdaten-Spezialisten an der Universität Bielefeld. Darüber hinaus werden aktuelle Themen in einzelnen Terminen des Kolloquiums Wissensinfrastruktur vorgestellt.

Zu seinem Beginn hat sich das Projekt Informium auf sozialwissenschaftliche Daten fokussiert. Beispielsweise konnten Services für das Datenservicezentrum für Betriebs- und Organisationsdaten (BMBF-gefördert) und den SFB882 „Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten“ (DFG) aufgebaut werden. Im Projekt DSZ-BO wurden Services rund um soziologische Mikrodaten aufgebaut. Mikrodaten stellen Primär- bzw. Rohdaten dar, die im Rahmen von sozialwissenschaftlichen Studien aus Erhebungen, Tests oder Befragungen gesammelt werden. Ziel der Initiative war unter anderem der Aufbau eines Forschungsdaten-Archivs, welches die langfristige Verfügbarkeit dieser Datensätze sicherstellt und für wissenschaftliche Nutzungszwecke (z.B. Sekundäranalysen) verfügbar macht.

Datenstandards der empirischen Sozialforschung, wie DDI (Data Documentation Initiative) erlaubten den direkten Austausch von Studien zwischen den Forschenden bzw. Institutionen. Dadurch können zukünftig Untersuchungen neuer Fragestellungen aus bereits vorliegenden Datensätzen durchgeführt und die mühsam und teuer erhobenen Daten für alternative Sekundäranalysen wiederverwendet werden. Auch wenn das DSZ-BO einen spezifischen Fokus auf bestimmte Datentypen innerhalb der Sozialwissenschaften hat, sind die entwickelten Konzepte und Technologien sowie die erprobten Kooperationsformen übertragbar auf andere sozial-, geistes- und naturwissenschaftliche Bereiche.

Die Ergebnisse des Pilotprojekts sowie die Perspektiven wurden in Form eines Zwischenberichts veröffentlicht.

Download: Zwischenbericht (12.11.2013)